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Futtermenge für Ihren Hund berechnen

Die Tabelle auf der Packung kennt nur das Gewicht Ihres Hundes. Sein Bedarf hängt aber auch von Alter, Kastration und Bewegung ab. Hier rechnen Sie beides zusammen.

Warum die Tabelle auf der Packung oft danebenliegt

Fütterungstabellen geben eine Spanne für ein Gewicht an, zum Beispiel 250 bis 350 Gramm für einen 20-Kilo-Hund. Diese Spanne muss alle Hunde dieses Gewichts abdecken: den kastrierten Rentner, der zweimal am Tag um den Block geht, und den jungen Rüden, der drei Stunden im Wald unterwegs ist.

Zwischen diesen beiden liegt beim Bedarf leicht ein Drittel. Wer die Mitte der Spanne nimmt, füttert den einen zu viel und den anderen zu wenig. Genau das ist der häufigste Grund, warum ein Hund trotz „richtiger“ Menge zunimmt.

Wie der Bedarf tatsächlich berechnet wird

Der Energiebedarf eines Hundes wächst nicht linear mit dem Gewicht. Ein 40-Kilo-Hund braucht nicht doppelt so viel wie ein 20-Kilo-Hund, sondern etwa 1,7-mal so viel. Deshalb rechnet die Tierernährung mit dem sogenannten metabolischen Gewicht: dem Körpergewicht hoch 0,75.

Der europäische Verband der Heimtiernahrungsindustrie (FEDIAF) gibt dafür Richtwerte je Lebenssituation vor. Diese Werte stecken im Rechner.

Wie viel braucht Ihr Hund am Tag?

Gewicht und Situation reichen für den Energiebedarf. Wenn Sie zusätzlich wissen, wie viele Kilokalorien 100 Gramm Ihres Futters liefern, rechnet die Seite auch die Menge in Gramm aus. Der Wert steht auf der Packung oder im Datenblatt des Herstellers.




Tragen Sie das Gewicht ein
Das Ergebnis erscheint sofort.

Zur Einordnung: Das ist ein Ausgangswert, keine Vorgabe. Rasse, Fell, Jahreszeit, Stress und der Stoffwechsel des einzelnen Hundes verschieben ihn. Entscheidend ist, was die Waage nach vier Wochen sagt.

Die Faktoren dahinter

SituationFaktor je kg hoch 0,75entspricht
älterer Hund0,45 Megajoulerund 108 kcal
erwachsen, wenig aktiv0,47 Megajoulerund 112 kcal
erwachsen, aktiv0,52 Megajoulerund 124 kcal
sehr aktiv0,56 Megajoulerund 134 kcal
Welpe, kleine Rasse0,66 Megajoulerund 158 kcal
Welpe, große Rasse0,75 Megajoulerund 179 kcal

Richtwerte nach FEDIAF, umgerechnet mit 1 Megajoule = 239 Kilokalorien. Ein kastrierter Hund liegt in der Regel eine Stufe niedriger als vor der Kastration.

Was die Zahl nicht kann

Ein Rechner sieht Ihren Hund nicht. Er weiß nicht, ob er zu dünn oder zu dick ist, ob er etwas nicht verträgt oder ob er heimlich beim Nachbarn frisst. Deshalb gilt der berechnete Wert für einen Hund im Normalgewicht, der gesund ist.

Wenn Ihr Hund zu- oder abnehmen soll, gehört die Menge mit der Tierärztin oder dem Tierarzt festgelegt. Das gilt besonders bei starkem Übergewicht, bei ungewolltem Gewichtsverlust und bei Erkrankungen. Diese Seite ersetzt keinen Praxisbesuch.

Die Gegenprobe, die wirklich zählt

1. Vier Wochen fütternDie berechnete Menge, konstant, ohne größere Extras zwischendurch.
2. Wiegen und fühlenRippen sollen unter leichtem Druck spürbar sein, ohne dass man sie sieht. Von oben eine erkennbare Taille.
3. In Zehnerschritten anpassenZu viel drauf oder zu wenig? Menge um 10 Prozent ändern, wieder vier Wochen beobachten.

Leckerli und Kauartikel zählen mit

Was neben dem Napf gefüttert wird, gehört in dieselbe Rechnung. Als Faustregel sollten Leckerli, Kauartikel und Trainingsbelohnungen zusammen höchstens rund zehn Prozent der Tagesenergie ausmachen. Wer viel mit Futter trainiert, nimmt die Menge am besten von der Tagesration ab statt sie obendrauf zu geben.

Nass, trocken oder beides

Die Rechnung funktioniert für jede Futterart, weil sie über den Energiegehalt geht. Nassfutter hat je 100 Gramm deutlich weniger Kilokalorien als Trockenfutter, weil es überwiegend aus Wasser besteht. Die Menge in Gramm fällt deshalb höher aus, der Energiebedarf bleibt derselbe.

Wer beides mischt, rechnet den Anteil aus: die Hälfte der Energie aus dem einen, die Hälfte aus dem anderen. Wenn Ihnen das zu fummelig ist, machen wir es in der Beratung mit Ihnen zusammen.

Wenn Ihr Hund aus gesundheitlichen Gründen fettarm fressen soll, zählt neben der Menge auch der Fettgehalt. Wie Sie den richtig umrechnen, steht im Beitrag zu Hundefutter bei Bauchspeicheldrüsenentzündung, dort gibt es einen eigenen Rechner dafür.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Futtermenge für meinen Hund?

Über den Energiebedarf: Körpergewicht hoch 0,75, multipliziert mit dem Faktor für die Lebenssituation. Daraus ergeben sich die Kilokalorien am Tag. Geteilt durch den Energiegehalt des Futters ergibt das die Menge in Gramm. Der Rechner oben nimmt Ihnen beide Schritte ab.

Warum steht auf der Packung eine andere Menge?

Fütterungstabellen richten sich nur nach dem Gewicht und decken mit einer Spanne alle Hunde dieses Gewichts ab. Alter, Kastration und Bewegung stecken nicht darin, machen beim Bedarf aber leicht ein Drittel Unterschied aus.

Wie viel Futter braucht ein kastrierter Hund?

In der Regel weniger als vorher. Nach einer Kastration sinkt der Energiebedarf spürbar, während der Appetit oft bleibt. Im Rechner ist dann meist die Stufe darunter die passende.

Wo finde ich die Kilokalorien je 100 Gramm?

Auf der Packung, oft klein neben den analytischen Bestandteilen, oder im Datenblatt des Herstellers. Wenn der Wert fehlt, fragen Sie danach. Ohne ihn lässt sich die Menge in Gramm nicht seriös ausrechnen.

Mein Hund nimmt trotz berechneter Menge zu. Woran liegt das?

Meistens an dem, was nicht mitgerechnet wird: Leckerli, Kauartikel, Reste vom Tisch. Danach kommt die Aktivität, die oft überschätzt wird. Bleibt es dabei, gehört das in die Tierarztpraxis, denn auch Erkrankungen können dahinterstecken.

Was kostet die Futterberatung bei Ihnen?

Nichts. Sie ist kostenlos und unverbindlich, auch wenn Sie danach nichts bestellen.

Wir rechnen es mit Ihnen durch

Sie haben jetzt einen Ausgangswert. Wenn Sie mögen, gehen wir gemeinsam durch, was für Ihren Hund passt: Menge pro Tag, Aufteilung auf die Mahlzeiten, Umgang mit Leckerli und ein Plan, falls umgestellt werden soll.

Kostenlos und unverbindlich. Ihre Anfrage geht an eine geprüfte Beraterin oder einen geprüften Berater aus unserem Team. Wir behandeln nicht und stellen keine Diagnosen, das bleibt bei Ihrer Tierärztin.